Eutin Die Rosenstadt


Eiche Die Br├Ąutigamseiche im Dodauer Forst

Um die Br├Ąutigamseiche gibt es viele M├Ąrchen und Sagen. Eine davon ist die der Försterstochter, die sich 1891 in einen jungen Mann verliebte. Da der Vater der Braut mit dieser Verbindung nicht einverstanden war, nutzten die beiden ein Astloch der alten Eiche als Postkasten zum Austausch Ihrer Botschaften. Bei so viel Hartn├Ąckigkeit blieb dem Förster nichts anderes ├╝brig, als der Hochzeit zuzustimmen.

Bis heute werden regelm├Ąßig Briefe Heiratswilliger und (Brief-) Freundschaftssuchender in das Ast der Br├Ąutigamseiche gelegt. Seit 1927 hat die Post einen Zustelldienst zu dieser Eiche eingerichtet. Jeder hat das Recht, diese Briefe zu lesen; das Postgeheimnis ist aufgehoben. Bei Nichtgefallen können die Botschaften wieder zur├╝ck in den Baumbriefkasten zur├╝ckgelegt werden, bei Gefallen d├╝rfen Sie beantwortet werden .

Also, schauen Sie vorbei oder schreiben an: Br├Ąutigamseiche, Dodauer Forst, 23701 Eutin.

Das Eutiner Schloß

Erst seit September 1997 ist das Eutiner Schloß wieder als Museum zu besichtigen, wenn auch zun├Ąchst nur der S├╝dfl├╝gel geöffnet wurde. Eine wechselvolle Geschichte hat das Schloß erlebt, dessen Ursprung auf eine erste Niederlassung der L├╝becker Bischöfe in Eutin um 1160 zur├╝ckgeht. Viele hundert Jahre wurde fast st├Ąndig an dem Schloß gebaut, bis endlich mit der Aufstockung 1840 das Geb├Ąude seine heutige, charakteristische Form erhielt.

Historische Deckengem├Ąlde, Wandbespannungen, antike Möbelst├╝cke und nat├╝rlich die Sammlung der Schiffsmodelle Zar Peter des Großen, der besonders durch die Lortzing-Oper "Zar und Zimmermann" weltbekannt geworden ist, sind zu bewundern.

Stadtgeschichte: Schon seit fr├╝hesten Zeiten ist Eutin ein Mittelpunkt der Region. Vor rund tausend Jahren ├╝bte ein slawischer Gauh├Ąuptling seine Herrschaft von der Inselburg im Großen Eutiner See aus. Im 12. Jahrhundert kamen dann deutsche Siedler ins Land; etwa zwölf Bauernfamilien holl├Ąndischer Herkunft ließen sich auf dem von Sumpf und Seen gesch├╝tzten Mor├Ąnenh├╝gel nieder, der heute noch das Zentrum unserer Stadt darstellt, und ├╝bernahmen f├╝r ihr Dorf den slawischen Namen Utin. Die Bedeutung dieses Ortes hob sich, als dem Bischof Gerold 300 Hufen, also Bauernstellen, als "Tafelgut" zur wirtschaftlichen Sicherung der christlichen Kirche zugewiesen wurden, deren Hauptteil um Utin lag, das selbst dazu gehörte. So ist es verst├Ąndlich, daß der Bischof das Holl├Ąnderdorf zum Marktort seines Gebietes erhob (1156) und sich dort ein Haus bauen ließ.
Ein neuer geschichtlicher Markstein ist hundert Jahre sp├Ąter zu setzen, als es dem Bischof von L├╝beck, Johann von Diest, nach z├Ąhen Verhandlungen mit den holsteinischen Grafen gelang, Utin im Jahre 1257 das Stadtrecht und damit eine b├╝rgerliche Selbstverwaltung zu verleihen. Noch heute zeigt das Stadtwappen, daß Eutin einst eine bischöfliche Stadt war: In den vier von einem gleicharmigen Bischofskreuz gebildeten Feldern ist der Name U-T-I-N eingef├╝gt. Die Enden des Kreuzes zeigen Rosen und Lilien, mittelalterliche Symbole f├╝r Gerechtigkeit und Reinheit.

Als es um 1300 zu einem Streit zwischen dem Bischof von L├╝beck und dem Rat der Hansestadt kam, ging der Bischof nach Utin ins Exil und gr├╝ndete hier ein Kollegiatstift. Damit wurde die zentrale Ackerb├╝rger- und Handwerkerstadt zugleich Sitz des Bischofs von L├╝beck, der bem├╝ht war, das Ansehen des Ortes zu heben, und der seinen hiesigen Wohnsitz als eine Wasserburg ausbaute, Vorl├Ąuferin des heutigen Schlosses.

Durch die Reformation wurde aus dem geistlichen Territorium ein weltliches F├╝rstentum, von F├╝rstbischöfen aus dem Hause Holstein-Gottorf regiert. Not und Leid blieben der Stadt, die sich nunmehr Eutin nannte, in den kriegerischen Jahren der Fr├╝hen Neuzeit, insbesondere im Dreißigj├Ąhrigen Krieg, nicht erspart. Auch Feuersbr├╝nste vernichteten ganze Stadtteile. Aber immer wieder zeigte die Stadt einen unersch├╝tterlichen Lebenswillen, gest├╝tzt durch die Aufbauleistungen und das Ansehen des f├╝rstbischöflichen Hofes, der zugleich bedeutende Persönlichkeiten der Kunst und Wissenschaften an sich zog.

Eine weitere Wende in der Geschichte Eutins trat ein, als 1773 ein großer L├Ąndertausch zwischen D├Ąnemark, Rußland und Holstein-Gottorf erfolgte, um die "Ruhe des europ├Ąischen Nordens" zu sichern. Der Eutiner F├╝rstbischof wurde Herzog von Oldenburg, dem Land zwischen Weser und Ems, und um 1800 verlegte Peter Friedrich-Ludwig seine hiesige Residenz dorthin. Eutin war jetzt nur noch herzogliche Sommerresidenz, blieb aber Regierungssitz des einst f├╝rstbischöflichen Gebietes, das sich nach 1803 "F├╝rstentum L├╝beck" nannte.

Mitverursacht durch die Wirren der napoleonischen Kriege wohnten im Ausgang des 18. Jahrhunderts namhafte Größen des deutschen Geisteslebens im friedlichen Eutin, wo schon seit 1782 der in seiner Zeit hochber├╝hmte Dichter und Homer-Übersetzer Johann Heinrich Voß als Rektor t├Ątig war. Er war auf Anraten seines gleichfalls ber├╝hmten Studienfreundes Friedrich Leopold Reichsgraf zu Stolberg, der hier Hofbeamter war, nach Eutin gekommen. Zu den ber├╝hmten Persönlichkeiten, die dem St├Ądtchen den Beinamen "Weimar des Nordens" verschafften, hier zeitweise wohnten oder als Besucher kamen, gehörten die Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock, Matthias Claudius, H. W. Gerstenberg und Jens Baggesen, der Philosoph Friedrich Heinrich Jacobi, Joh. K. Lavater, Wilhelm von Humboldt, Carsten und Barthold Georg Niebuhr und viele andere mehr.

Im Jahre 1786 wurde der sp├Ąter so ber├╝hmte Komponist Carl Maria von Weber in Eutin geboren, der seine Geburtsstadt noch zweimal besucht hat, und dem zu Ehren heute die weithin bekannten allj├Ąhrlichen Sommerfestspiele im Schloßpark stattfinden. Nicht unerw├Ąhnt bleiben darf, daß der ber├╝hmte Maler Heinrich Wilhelm Tischbein, der Freund Goethes in Italien, als Hofmaler seine letzten zwanzig Lebensjahre in Eutin verbrachte. Wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt Eutin in der zweiten H├Ąlfte des vorigen Jahrhunderts, sowohl durch den Anschluß an das Eisenbahnnetz als auch durch das Aufkommen des Fremdenverkehrs. Seine Förderung lassen sich Verwaltung und Selbstverwaltung der Stadt seitdem sehr angelegen sein, was auch in der Anerkennung als Luftkurort zum Ausdruck kommt. R├╝ckschl├Ąge in der Entwicklung gab es durch zwei Weltkriege, Inflationen und Wirtschaftskrisen. Nach 1945 verdoppelte sich die Stadtbevölkerung durch Zuzug von Heimatvertriebenen. Sie aber trugen durch ihren Leistungswillen wesentlich dazu bei, daß Eutin nicht nur ein in der ostholsteinischen Region bedeutendes Gesch├Ąftszentrum, sondern zugleich ein wichtiges Verwaltungs-, Bildungs- und Kulturzentrum geworden ist. Zwar hat die Stadt im Zuge der Zentralisation von Behörden in den letzten Jahren manchen Verwaltungssitz verloren. Eutin ist aber weiterhin Kreisstadt des 1970 durch die Gebietsreform entstandenen Kreises Ostholstein, der mit fast 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern von Fehmarn bis vor die Tore L├╝becks reicht.

Ernst-G├╝nther Pr├╝hs Literatur:
E.-G. Pr├╝hs, Geschichte der Stadt Eutin, Eutin 1994
Heiko K. Schulze, Schloß Eutin, Eutin 1991
Öffentliche Einrichtungen:

Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Eutin:
Montag bis Freitag 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und
Montag bis Donnerstag 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr,
sowie nach Vereinbarung;
das Sozialamt ist am Nachmittag geschlossen;
Die Durchwahlnummern der Sachbearbeiter/innen erhalten Sie bei der Telefonzentrale zu den angegebenen Öffnungszeiten.
Telefonzentrale 04521/793-0
Telefax-Nummer 04521/5636
offizielle Seite:
www.eutin-tourismus.de
info@eutin-tourismus.de
Das Rathaus
Stadt Eutin
Markt 1
23701 Eutin
Tel. Nr.: 04521 / 793-0
Fax: 04521 / 5636
Kur & Touristik
Eutin GmbH
Haus des Gastes
23701 Eutin
Telefon 04521 - 70970
Telefax 04521 - 709720
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17.055 Einwohner, 41 km², KFZ-Kennzeichen: OH
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